Achtung – Änderungen beim Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G)

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Der Bundesttag hat eine Novelle Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) verabschiedet. Mit der Zustimmung des Bundesrates wird am 20. September 2019 gerechnet. [Update: Der BR hat die Novelle “angenommen”] Die Novelle tritt voraussichtlich bereits im Oktober 2019 in Kraft.

Zur Erinnerung:

Das EDL-G verpflichtet alle nicht KMU – d.h. nahezu alle Unternehmen die nicht unter die europäische Definition zum kleinen Mittelständischen Unternehmen fallen – zur Durchführung einer Zertifizierung nach ISO 50001 oder der Durchführung eines Energieaudits gem DIN EN 16247-1. Ziel des Gesetzes ist, dass die Unternehmen sich in Ihren energetischen Belangen sukzessiv verbessern sollen.

Wesentliche Änderungen:

Die “Bagatellgrenze” – wie auf unserer Hompage seinerzeit bereits angekündigt – ist damit beschlossene Sache. D.h. Unternehmen mit einem Gesamtenergieverbrauch < 500.000 kWh / Jahr sind von der Auditplicht künftig ausgenommen.

Wichtig ist, dass die betroffenen Unternehmen spätestens 2 Monate nach ihrem auditpflichtigen Termin aktiv gegenüber dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erklären, dass der Verbrauch unterhalb der Bagatellgrenze liegt. Die Nachweisführung anhand von Basisdaten wird hier zwingend erforderlich sein.

Sollten Sie diesbezüglich Unterstützung benötigen oder Fragen haben so können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren.

Anmerkungen:

Im Falle von Begünstigungen – wie bspw. Steuerrückerstattungen oder EEG – Umlagebegrenzung usw. – wird die Testierung der erforderlichen Systeme weiterhin verpflichtend sein. Die Änderungen des EDL-G hat hierauf keine unmittelbare Auswirkung.

Der guten Ordnung halber sei an dieser Stelle auch auf die neue 2018er Normnovelle der ISO 50001 hingewiesen. Anpassungen sollten bei den betroffenen Unternehmen frühzeitig erfolgen.