Die Anforderungen das Arbeits- und Gesundheitsschutz sind heute mannigfaltig und hoch. Beim Arbeitsschutz wird zwischen dem allgemeinen und dem sozialen Arbeitsschutz unterscheiden. Die sich daraus ergebenen Anforderungen werden in Deutschland durch die Aufsichtsbehörden der Länder und die Träger der gesetzlichen Unfallversicherungen überwacht.

Allgemeine Arbeitsschutz

der allgemeine Arbeitsschutz soll das Leben und die Gesundheit der Arbeitnehmer schützen, ihre Arbeitskraft erhalten, sowie die Arbeit menschengerecht gestalten. Im Vordergrund steht das Recht der Beschäftigten auf einen angemessenen Schutz vor arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren.

Der allgemeine Arbeitsschutz beschäftigt sich vor allem mit Fragen der Arbeitsorganisation und dem betrieblichen Arbeitsschutz. Wichtigstes Werkzeug ist hier die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG. Gefahrenquellen und Unfallursachen sollen so durch Beratung und Information rechtzeitig erkannt und beseitigt werden.

Elementare Sicherheitsvorschriften, die Arbeitnehmer vor erheblichen Gesundheitsgefahren schützen sollen, sind zudem unbedingt einzuhalten.

Sozialer Arbeitsschutz

Der soziale Arbeitsschutz soll Beschäftigte durch eine menschengerechte Gestaltung der Arbeit vor Überlastungen und Gesundheitsschädigungen schützen.

Insbesondere werden die Belange von besonders schutzbedürftigen Personengruppen wie werdende und stillende Mütter, Kinder und Jugendliche oder Behinderte berücksichtigt. Die Anforderungen wurden in zahlreichen Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien verankert.

Ziele des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sind entsprechend u.a.

  • die Vermeidung von Arbeitsunfällen,
  • die Verringerung ihrer Folgen (z. B. durch Eliminierung von Gefahren, zusätzlichen Schutzmaßnahmen, Persönlicher Schutzausrüstung (PSA), Leitmerkmalmethode usw.),
  • der Gesundheitsschutz (langfristige = chronische sowie kurzzeitig auftretende = akute Einwirkung; zum Beispiel Gefahrstoffe, Lärm, psychische Belastungen usw.) und
  • der personenbezogene Schutz (beispielsweise Mutterschutz, Jugendschutz) bei der Arbeit.

Als betriebliche Organe fördern die Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa), der Betriebsarzt (BA) sowie interne und externe Arbeitsschutzexperten den Arbeitsschutz im Unternehmen. Zur Förderung des Arbeitsschutzes werden dabei vordergründig insbesondere folgende „Werkzeuge“ eingesetzt:

Einbeziehung - Mitarbeiter

Das ArbSchG fordert in einem präventiven Ansatz eine Gefährdungsbeurteilungen, eine auf diesen Beurteilungen basierende Festlegung von Arbeitsschutzmaßnahmen, die Umsetzung dieser Maßnahmen und Wirksamkeitskontrollen. Es besteht die Pflicht zur Dokumentation.

Entsprechend sind durch Fehlbelastungen verursachte Gefährdungen zu vermeiden sowie arbeitsbedingten Erkrankungen vorzubeugen. Für Betriebsräte besteht dabei eine Pflicht zur Mitbestimmung.

Unterweisung

Gem. § 12 Abs. 1 des ArbSchG müssen die Mitarbeiter während der Arbeitszeit ausreichend und angemessen unterwiesen werden.

Art und Weise sowie der Umfang einer Unterweisung müssen in einem angemessenen Verhältnis zur vorhandenen Gefährdungssituation und der Qualifikation der Versicherten stehen.

Auch die Unterweisungen sind eine Arbeitsschutzmaßnahme, die auf einer Gefährdungsbeurteilung basieren.

AMS Audits

Die Teilnahme an den Audits ist wichtig, weil die Gewerbeaufsicht Betriebe mit einem AMS bei unternehmensinitiierten Kontrollen „entlastet“ überprüfen kann.

Die Audits dienen dazu Lücken aufzuzeigen und Schwachstellen zu schließen, um die Gefahren durch eine unzureichende Überwachung des Arbeitsschutzes zu mindern.

Im Betrieb der Arbeitsschutz über ein Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) über alle Aspekte hinweg umgesetzt werden, um eine strukturierte Weiterentwicklung zu ermöglichen. Hier haben sich im wesentlichen folgende Standards und Methoden am Markt etabliert, um die dabei helfen Schwachstellen zu identifizieren und den Anforderungen gerecht zu werden:

  • ISO 45001:2018 – Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (A&GS)
  • SCC */** – Sicherheits Certifikat Contraktoren
  • SCP – Sicherheits Certifikat für Personaldienstleister
  • MAAS-BGW

Zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der Kompetenzen in Ihrem Unternehmen sei zudem auf unser Schulungsangebot für den Arbeits- und Gesundheitsschutz hingewiesen.