Montag, Mai 25

DSGVO – Einsatz von Cloud Lösungen

0
198

Bereits in unserer Meldung vom 08.02.2019 haben wir darauf hingewiesen, dass die niederländischen Behörden Office 365 aus datenschutzrechtlichen Gründen bemängeln. Nun warnen auch deutsche Landesdatenschutzbeauftragte vor dem Einsatz von Office 365, da Daten dem möglichen Zugriff US-amerikanischer Behörden ausgesetzt seien. (Quelle: Stellungnahme des LDB Hessen)

Die Kritik ist so weitreichend formuliert, dass bereits der Umstand eines „möglichen Zugriffs“ durch US Behörden die Unzulässigkeit begründen soll. Dies soll auch dann gelten wenn sich die Server in Europa befinden. Hinzu tritt, dass die Nachvollziehbarkeit der Datenverarbeitungsprozesse nicht gewährleistet ist. Über das Fehlen der Transparenz bei der Verarbeitung hilft auch nicht eine etwaige Einwilligung der betroffenen Personen hinweg.

Da sich die Kritik allerdings weitestgehend auf das MS Office-Paket 365 mit Cloudlösung bezieht, so kann bis dato davon ausgegangen werden das auf rein lokale MS Office Versionen ohne Cloud Funktionalität zurückgegriffen werden kann.

Es versteht sich von selbst, dass was für MS Office 365 gilt auch für ähnliche Dienste von bspw. Google und Apple gilt.

Kurzum: Wer gem. DSGVO sicher sein will, wartet zunächst die weiteren Entwicklungen rund um Cloud-Lösungen ab und greift – soweit möglich – alternativ auf rein lokal betriebene Versionen der jeweiligen Anwendung/en zurück.