Die Anforderungen das Energiemanagement im Unternehmen sind heute mannigfaltig und hoch. Zum Energiemanagement gehört die Planung und der Betrieb von energietechnischen Erzeugungs- und Verbrauchseinheiten. Zudem wird das innerbetriebliche Energiemanagement heute vom Gesetzgeber gefördert und ist teilweise auch vorgeschrieben.

Die wichtigsten Regelungen kurz im Überblick

EEG - Umlage

Das EEG priveligiert im Wege der besonderen Ausgleichsregelung stromkostenintensive Unternehmen. Zwingende Voraussetzung ist, dass ein zertifiziertes ISO 50001 Managementsystem betrieben wird.

In der Regel erscheint die Einführung und Zertifizierung eines EnMS erst ab einem Verbrauch >5 GWh (Strom) sinnvoll.

Spitzenausgleich

Das Stromsteuergesetz und die SpaEfV privilegiert Unternehmen beim Spitzenausgleich beim Vorliegen besonderer Bedingungen.

Insbesondere wird das produzierende Gewerbe zusätzlich entlastet, wenn ein zertifiziertes Managementsystem nach ISO 50001 betrieben wird oder bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) wenn ein alternatives Energiemanagementsystem betrieben wird.

Energieaudit

Gem. EDL-G müssen Unternehmen mit

>250 Mitarbeiter oder

<250 Mitarbeiter aber > als 50 Mio. EUR Jahresumsatz und > 43 Mio. EUR Jahresbilanzsumme

[Unternehmen mit Gesamtenergieverbrauch < 500.000 kWh / Jahr sind ausgenommen (Bagatellgrenze) – vermutlich ab Ende 2019]

mindestens alle vier Jahre ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchführen.

Alternativ kann auch ein zertifiziertes EnMS nach ISO 50001 betrieben werden. Zudem sei darauf hingewiesen, dass bis zu 10 % des Verbrauchs von der Betrachtung ausgenommen werden können.

Aufgrund der Entwicklung der Steuersätze und aus Gründen der Kostensenkung ist der Betrieb eines Energiemanagementsystem (EnMS) grundsätzlich sinnvoll. Zudem leistet die Optimierung des eigenen Verbrauchs einen effektiven Beitrag zur Umwelt. Ziele des Energiemanagements sind damit die Ressourcenschonung, der Klimaschutz und die Kostensenkungen.

Die „Kerntools“ eines EnMS sind das Energiecontrolling, Energiebedarfsbetrachtung und das Energie- und Stoffstrommanagement (ESSM).

Energiecontrolling

Im Wege des Energiecontrollings wird mittels kontinuierlicher Beobachtung geeigneter Größen der Energieverbrauch begrenzt. Gegenstand der Betrachtung ist die Nutzungsintensität sowie der Gebäude- und Anlagenqualität.

Beim Verbrauchsdatencontrolling kann man die Energieverbräuche sowohl manuell als auch automatisch erfassen. Beim Betriebsdatencontrolling werden möglichst aussagekräftige Prozessdaten ausgewählt, anhand derer ein bestimmungsgemäßer Betrieb direkt beurteilt werden kann (bspw. Raumtemperatur).

Energiebedarf

Der Energieverbrauch kennzeichnet den Bedarf an Energie für unterschiedliche Nutzanwendungen. Je nach Anwendung werden mechanische Arbeiten (Bewegen, Beschleunigen, Bremsen), Beleuchtung und Wärme- und Kühlvorgänge unterschieden und mit zeitbezogenen Mess- und Kennwerten gekennzeichnet.

ESSM

Das Energie- und Stoffstrommanagement (ESSM) soll die ökologischen und ökonomischen Stoff- und Energieströmen beeinflussen. Ziel dabei ist die Ressourcen- bzw. Materialeffizienz und das Schaffen nachhaltiger Kreisläufe.

Im Betrieb kann er die Optimierung energetischer Aspekte über ein Energiemanagementsystem (EnMS) effektiv vorangetrieben werden, um eine strukturierte Weiterentwicklung zu ermöglichen. Hier haben sich im wesentlichen folgende Standards und Methoden am Markt etabliert, um die dabei helfen Schwachstellen zu identifizieren und den Anforderungen gerecht zu werden:

Zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der Kompetenzen in Ihrem Unternehmen sei zudem auf unser Schulungsangebot für den Arbeits- und Gesundheitsschutz hingewiesen.